nach der kleinen stärkung, noch ein paar worte zur morgendlichen lesung bei der ich als bodenloser käsekuchen anwesen durfte. diese war sogar noch seltsamer als eine denkwürdige lesestunde in düsseldorf rund um schuftige, schwangere schneeflöckchen. heute war der star im publikum ein sentimentaler engländer, der seine frage in liedform vortragen wollte („ihre lesung hat mich spontan zu einem lied zum thema fremdheit zwischen den menschen inspiriert“). anschließend gab noch eine dame einblick in ihr seelenleben: „die lesung hat in mir zwei emotionen hervorgerufen. ich fühle mich schuldig und gekränkt zugleich. die beiden emotionen sind dabei wie die enden eines bogens, und ich schieße daraus nun pfeile, etc…“. wer ähnliche emotionen haben möchte, kann versuchen, pascal merciers „lea“ zuhause zu lesen. vielleicht klaptt`s. auf die frage, ob man denn auch als leser mit eher geringem schriftstellerischen talent, seine erfahrungen zum zweck der selbstreinigung zu papier bringen sollte, antwortete der autor dann doch zurückhaltend mit „ich mache eigentlich kein therapieprojekt“.
um wieder auf den boden der nichtvergeistigten tatsachen zurückzukehren, habe ich im anschluss eine kleine reise nach mannheim gemacht. dort sehr zu empfehlen: die konditorei zeilfelder in der fressgasse. feiner kuchen, guter kaffee und sehr freundliches personal, das zum abschied (siehe foto oben) auch gerne winkt. nur die modernen gemälde mit nackten frauen in schwarz-weiß passen nicht so recht mit der einrichtung zusammen, ergeben aber eine schöne kombination, wenn omis mit höötschen an den tischlein sitzen.
auftakt: konditoreiexkursion nach mannheim
1. Juni 2008 von bodenloser_kaesekuchen
