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Man könnte hier doch auch Rezept-Links sammeln oder? So als kleines Koch- und Backtagebuch. Bin zwar heute zu unpässlich, um zu backen. Aber hab ein nettes Rezept für Zwiebelkuchen mit Mürbeteig gefunden – nach Telefonat mit Käsefuß passenderweise bei Chefkoch.de: http://www.chefkoch.de/rezepte/474501141222275/Elsaesser-Zwiebelkuchen.html. Habe mich aber für Folgendes entschieden – aus reinem Lokalpatriotismus sowie Wehmut in den Pott: http://www.wdr.de/tv/servicezeit/essen_trinken/extras/rezept/2004/zwiebelkuchen.jsp

Enjoy!

Auch wenn ich ja gern über die Inselaffen herziehe – in der Fabrikation von pompösen Kuchenpodesten sind sie wohl unübertroffen. Hier die Dokumentation des guten Stücks – für englische Verhältnisse sehr schlicht gehalten -, das mir meine Mutti in unserem Wales-Urlaub geschenkt hat. Heute eingeweiht mit Marmorkuchen – zur Vermittlung im Kulturkampf.

Kuchenpodest englischer Art

Kuchenpodest englischer Art

Devotionalien

Wie wäre es eigentlich mal mit Devotionalien, um der Außenwelt die Backleidenschaft mitzuteilen. Das Backen ist ja manchmal als etwas piefig verrufen und Kleingeister sind sich anscheinend häufig zu cool für sowas. Insofern könnte man ja über eine Image-Offensive nachdenken, nach dem Motto „Ich bin ein echt cooler Hoodie-Träger UND backe.“

Devotionalien für coole Bäcker

Devotionalien für coole Bäcker

Hier endlich die versprochenen Bilder von Pasteis de Belem. Zum einen die Außenansicht, die noch sehr zurückhaltend über die Wunder portugisischer Backkunst on the inside hinwegtäuscht. Und dann die kühl gekachelte Innenansicht mit streng gekleidetem Kellner. Alles sehr nackt und kühl gehalten – aber überaus bezaubernd.

Tea Room in Caenafon, Wales

Tea Room in Caenafon, Wales

Um an meinen letzten Post anzuschließen, mach ich noch ein bischen mit dem Tommy bashing weiter. Hier also noch ein Beweisfoto Britischer – pardon, Walisischer (wieder Feinde gemacht…) – Tea Room-(Un)Kultur. Man sieht billige Tische, kalte Beleuchtung, nackige kahle Wände und hinten rechts der uneingeschränkte Blick in den ungemütlichen Vorratsraum mit Riesen-Kühlschränken. Man beachte auch, dass der unabgeräumte Tisch rechts dort min. 20 Minuten genauso stand, ohne dass eine der verschiedenen Damen vom Service-Pesonal sich genötigt fühlte, was wegzuräumen oder wegzuwischen. Außerdem sieht man auch, dass der gemeine Tommy nix gegen Plastikverpackungen und -gefäße einzuwenden hat und auch in Bedien-Cafés mit sowas Vorlieb nimmt. Ach, außerdem muss ich noch erwähnen, dass die Tische, wenn sie mal geputzt werden, nicht mit einem in Wasser befeuchteten Lappen, sondern stets mit einem aufdringlich riechendem Reinigungsmittel besprüht und abgewischt werden. So mischt sich also in den stets vorhandenen Friteusengeruch auch noch der von Desinfektionsmittel.

Hab ich nicht ein grauseliges  Bild gemalt? Demnächst mehr von der angenehmen Seite Britischer Tea Rooms – weil eigentlich mag ich sie ja doch, sofern sie sich pittoresk á la Rosamunde Pilcher geben.

Hier mal ein Beweisfoto für die unwirtliche Kaffeekultur in Großbritannien:

Unwirtliche Café-Kultur in Großbritannien

Unwirtliche Café-Kultur in Großbritannien

Wie bereits mal früher angemerkt: auf der linken Seit die Kühltruhe mitten im Café. Diese ist aus Britischen Cafés bzw. Tea Rooms einfach nicht wegzudenken. Zum einen sind sie häßlich und zum anderen brummen Sie in der Regel laut, so dass sie den Kaffeegenuss erheblich stören. Neulich in einem bezaubernden Tea Room in Wales – Fotos etc. folgen noch -, der aus einem Antiquitätengeschäft samt Tea Room bestand, stand nicht nur so ein Dingen mittendrin, sondern auch noch versteckt hinter einem schweren Vorhang drei riesige Kühlschränke, die entsprechend laut gebrummt haben. Einfach nicht schön.

Gerade von meiner Schweschter gelernt, die mich hier in der Fremde besucht: Wenn man Brötchen oder Baguette aufbacken will, dann wird es kunschprig, wenn man es vorher mit Wasse nass macht. Richtig kräftig einmal unter den Wassehahn halten und die Kruschte benetzen. Dann in den Backofen – wie frisch gebacken. Anscheinend alter Bäckertrick.

Mache hier mal eine kleine Nebenbaustelle auf, auf der sich zwei meiner Passionen verbinden lassen: Tennis und Kaffeetrinken. Ein Werbespot, der nicht unbesehen bleiben sollte:

http://www.goroger.net/video/video/jura071100cm.html

Mache hier mal einen Nebenzweig auf für den Sommer. Da ja wg. Sonne und allgemeiner Überhitzung Kuchen im Sommer nicht immer so gut schmeckt, wie im Winter, müssen wir uns hier auch mal mit Alternativen beschäftigen: Eis. In meiner Lingo vorzugsweise in Bällchen im Hörnchen, aber um nicht ausgelacht zu werden, bestell ich dann doch auch manchmal Kugeln in der Waffel.

Damit sind wir auch schon bei einem Haupt-Casus-Knacktus: Die Waffel trägt diesen namen manchmal zu Unrecht – Hörnchen wäre hier viel angebrachter, weil die Form stimmt – da die Waffeln nicht nach Waffeln schmecken, sondern nach staubtrockenem Esspapier.

Anway: Mein Münster-Tipp zu diesem Thema ist das Eiscafé Firenze, unweit der Kirche mit den Käfigen, wie heißt die nochmal….? Zum einen besticht der Blick auf die Kirche während des Eisessens – gerade für Käsi ja immer wichtig, wie die Lampen designt sind und das allgemeine Ambiente etc. Außerdem hat der Laden eine unglaubliche Auswahl an Eissorten. Ich hab gestern drei probiert: Firenze, Melone und Pfefferminz, wobei mir das letzte am Besten geschmeckt hat. Werde da in den nächsten Tagen aber noch öfter einkehren und vielleicht mal systematisch von links nach rechts probieren. Um alle Sorten zu schaffen müsste ich mindesten zwei mal täglich zwei bis drei Bällchen, patsch auf die Hand, Kugeln essen. Das traue ich mir schon zu.

JBK

Zwar kann ich wg. technischer Einschraenkungen nicht mit Fotos dienen, aber meine kuerzliche Exkursion nach Lissabon zwecks Kuchen-Explorationen darf nicht unerwaehnt bleiben. Das total Highlight: Pasteis de Nata in ALLEN Cafes. Besonders hervorzuheben in dem netten Cafe names Pasteis des Belem. Zwar touristisch ueberlaufen, aber trotzdem sehr charmant, samt wohlgekleiderter Kellner.

Werde noch Fotos nachliefern.

Ansonsten liegt mir natuerlich meine Rueckkehr nach Deutschland auf der Seele und damit verbunden die Moeglichkeit, endlich wieder – unbehelligt von stinkenden und nervenden Mitbewohnern – wild Kuchen zu backen. Jucheeeehhhh! Jetzt brauch ich nur noch ne Kueche mit Ausblick.

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